Organspende – Eine Frage der Entscheidung

Wenn es um unseren Körper und unser Leben geht, geht es um Vertrauen. Die Menschen wollen die Sicherheit, dass Ärztinnen und Ärzte im Fall der Fälle alles Menschenmögliche tun werden, um sie zu retten.

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Erklärung zum Tag der Organspende:
„Wenn es um unseren Körper und unser Leben geht, geht es um Vertrauen. Die Menschen wollen die Sicherheit, dass Ärztinnen und Ärzte im Fall der Fälle alles Menschenmögliche tun werden, um sie zu retten. Vorzeitig den Tod festgestellt zu bekommen, ist eine beklemmende Furcht, der wir uns alle nicht ausgesetzt wissen wollen, nur weil ein anderer Mensch auf ein Organ von mir wartet. Nur mit einem ruhigen Gewissen besteht die Chance zu sagen: „Ja, ich bin bereit, eines hoffentlich noch fernen Tages meinen Körper zur Verfügung zu stellen, damit ein anderer Mensch weiterleben kann, wenn mein Leben vorbei ist.“

Jeder Mensch, der sich für oder gegen eine Organspende entscheidet, verdient dafür Respekt, dass er sich entscheidet. Keine Regierung, kein Parlament und schon gar keine Renten- oder Krankenkasse hat das Recht, diese mit der Entscheidung zum Ausdruck gebrachte Würde in Frage zu stellen, egal in welche Richtung.

Vor allem unseren Angehörigen gegenüber sind wir aber in der Pflicht: Wenn der von uns nicht gewollte Moment nun doch da ist, soll Klarheit herrschen: es ist eine Organspender*in oder es ist keine Organspender*in.

Umfragen haben ergeben, dass ca. 85 Prozent der Bevölkerung eine Organspende grundsätzlich für eine gute Sache halten. Nur 36 Prozent aber haben einen Organspendeausweis.
Für mich selbst habe ich die Entscheidung schon vor acht Jahren getroffen: Ja, ich werde irgendwann als Organspender zur Verfügung stehen. In meinem Spenderausweis, den ich stets bei mir trage, habe ich eine Reihe von Anmerkungen gemacht, womit ich einverstanden bin und womit nicht.

Entscheidungen sind unantastbar, aber auch unverzichtbar. Als Verantwortliche im Gesundheitswesen sollten wir es den Menschen durch vertrauensbildende Maßnahmen leicht machen, sich zu entscheiden.“

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